Eingewöhnung im Waldkindergarten Ilmmünster
Sanft ankommen im Wald
Für viele Kinder ist der Kindergartenstart die erste Trennung von Mama oder Papa. Wir nehmen uns dafür so viel Zeit, wie Euer Kind braucht.
So läuft die Eingewöhnung ab
Die Eingewöhnung wird individuell gestaltet. Die Erfahrung zeigt: Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis sich ein Kind so wohlfühlt, dass es alleine bei uns im Wald bleibt. Hat Euer Kind schon Betreuungserfahrung, ein Geschwisterchen oder einen Freund bei uns, geht es oft schneller. Wenn nicht: kein Grund zur Sorge. Wir finden immer eine gute Lösung.
Der erste Morgen
Euer Waldkind startet um 8:00 Uhr. Im besten Fall verabschiedet es sich und bleibt bis nach dem gemeinsamen Frühstück, etwa 10:30 Uhr, bei der Gruppe.
Ihr dürft dabei sein
Fällt die Ablösung schwer, begleitet ein Elternteil die Gruppe mit zum Bauwagenplatz. Dort gibt es einen Platz für Euch, während die Erzieherinnen aktiv eine Beziehung zu Eurem Kind aufbauen.
Kleine Schritte
Wir probieren aus, ob Ihr den Platz für kurze Zeit verlassen könnt: ein Spaziergang in der Nähe, bald wieder zurück. So wächst Sicherheit auf beiden Seiten, Tag für Tag.
Absprache mit Euch
Eine Erzieherin bespricht mit Euch jeden Tag den Stand der Eingewöhnung und die Vorgehensweise für den nächsten Tag. Ihr könnt jederzeit anrufen und nachfragen, wie es Eurem Kind geht.
Kein Kind muss von Anfang an den ganzen Tag schaffen. Auch der Weg zum Bauwagen oder das Tragen des Rucksacks darf wachsen: Für müde Beine steht ein Bollerwagen bereit.

Wie Ihr Euer Kind stärken könnt
- Vertraut Eurem Kind. Eure innere Überzeugung, dass es den Start meistern kann, überträgt sich. Unsicherheit leider auch.
- Erzählt vom Wald. Von Käfern, Schnecken und Rehen, und davon, dass Euer Kind dort mit anderen Kindern den Wald erforschen darf.
- Besucht das Waldstück vorher. Am besten erkundet Ihr unseren Platz gemeinsam vor dem Start, außerhalb der Betreuungszeiten. Während der Eingewöhnung darf Euer Kind Euch dann seine Plätze zeigen.
- Seid pünktlich. Für Kinder mit Abschiedstrauer ist es leichter, wenn die Gruppe sofort von der Eiche loslaufen kann.
Unser Ziel ist, dass Euer Kind mit strahlenden Augen nach Hause kommt. Wenn wir das Gefühl haben, dass es sich nicht wohlfühlt oder die Ablösung zu früh kommt, sagen wir Euch das offen. Versprochen.
Übrigens: Vor der Anmeldung könnt Ihr mit Eurem Kind einen Schnuppertag bei uns verbringen. So könnt Ihr in Ruhe herausfinden, ob der Waldkindergarten zu Euch passt.
Häufige Fragen zur Eingewöhnung
Wie lange dauert die Eingewöhnung im Waldkindergarten?
Meist ein bis zwei Wochen. Kinder mit Betreuungserfahrung, einem Geschwisterkind oder einem Freund in der Gruppe sind oft schon nach wenigen Tagen angekommen. Braucht Euer Kind länger, nehmen wir uns die Zeit. Einen festen Plan nach Tagen gibt es bei uns nicht, das Tempo bestimmt Euer Kind.
Muss ein Elternteil bei der Eingewöhnung dabei sein?
Nicht zwingend, aber Ihr solltet es einplanen. Ihr bringt Euer Kind um 8:00 Uhr zur Eiche; manche Kinder verabschieden sich dort schon am ersten Tag. Fällt der Abschied schwer, begleitet ein Elternteil die Gruppe mit zum Bauwagenplatz und hat dort einen festen Platz. Von dort aus verlasst Ihr den Platz dann schrittweise für kurze Zeit, bis Euer Kind alleine bleibt. Ihr solltet in den ersten zwei Wochen also morgens Zeit einplanen.
Was passiert, wenn mein Kind beim Abschied weint?
Tränen beim Abschied sind normal und kein Zeichen, dass der Waldkindergarten nicht passt. Die Erzieherinnen fangen Euer Kind auf, und meist ist es wenige Minuten nach dem Losgehen abgelenkt und im Spiel. Ihr könnt jederzeit anrufen und nachfragen. Wenn wir merken, dass die Ablösung wirklich zu früh kommt, sagen wir Euch das offen und gehen einen Schritt zurück.
Wie läuft der erste Tag im Waldkindergarten ab?
Euer Kind startet um 8:00 Uhr an der Eiche, geht mit der Gruppe zum Bauwagenplatz, erlebt den Morgenkreis und das gemeinsame Frühstück und wird im besten Fall gegen 10:30 Uhr abgeholt. Den vollen Vormittag bis 13:15 Uhr bauen wir in den folgenden Tagen auf. Für müde Beine steht ein Bollerwagen bereit, auch der Rucksack darf anfangs leicht sein.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Start?
Die meisten Kinder starten im September zum Beginn des Kindergartenjahrs, wenn die Tage noch warm und lang sind. Ein Einstieg unter dem Jahr ist möglich, sobald ein Platz frei ist. Auch im Winter funktioniert die Eingewöhnung gut, wenn die Kleidung stimmt: Mit Wolle unter der Matschkleidung, gefütterten Stiefeln und Wechselsachen im Rucksack frieren Kinder im Wald nicht. Vor dem Start empfehlen wir einen Schnuppertag.
Was braucht mein Kind in der Eingewöhnung?
Einen Rucksack mit Brotzeit und Trinkflasche, wetterfeste Kleidung im Zwiebelprinzip, Gummistiefel oder feste Schuhe und Wechselsachen. Eine Packliste und Kleidungstipps nach Jahreszeit findet Ihr auf der Seite für Eltern. Ein vertrauter Gegenstand von zu Hause darf anfangs gern mit.
Unterscheidet sich die Eingewöhnung von der in einem Regelkindergarten?
Im Prinzip nicht: Auch wir gewöhnen schrittweise und in enger Absprache mit Euch ein. Der Unterschied ist der Ort. Statt im Gruppenraum kommt Euer Kind draußen an, mit viel Platz, ohne Lärm und mit einer altersgemischten Gruppe, in der die Großen die Neuen oft von selbst an die Hand nehmen. Viele Kinder tun sich draußen beim Ankommen leichter als in geschlossenen Räumen.
Mehr Antworten rund um Kleidung, Brotzeit und Wetter stehen in unseren häufigen Fragen, die Packliste auf der Seite für Eltern.
Am Anfang war ich unsicher, ob das mit Matsch und Kälte gut geht. Inzwischen zieht unsere Tochter ihre Gummistiefel schneller an als ich meine Schuhe.
ein Waki-Papa
Der erste Schritt ist der leichteste
Ein Vormittag zum Kennenlernen, ganz ohne Verpflichtung. Danach wisst Ihr mehr als nach jedem Infoabend.
